Jugend forscht Regionalwettbewerb NRW 2020

Paderborn, 13.02.2020 ▪ Schon um 7 Uhr morgens ist das Heinz-Nixdorf-Forum gefüllt mit Kindern und Jugendlichen. Sie alle sind damit beschäftigt ihre Stände aufzubauen, an denen sie später die unterschiedlichsten Projekte den Fach-, Gast- und Juniorjurys präsentieren möchten. Jedes dieser Projekte beschäftigt sich mit der Beantwortung einer Leitfrage aus den verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen. Auch ich baue eifrig meinen Stand auf und hänge mehrere Plakate auf, auf denen ich meine Forschung zum Thema „Was ist eine Überdüngung und welche Folgen kann sie auf ein Ökosystem haben?“ präsentiere. Obwohl natürlich alle nervös sind, ist die Stimmung trotzdem sehr gut und um einen herum, hört man viel Lachen und Ermutigungen.

Auch bei der anschließenden Begrüßung im Auditorium wird klargestellt, dass man keinesfalls Angst haben muss. So erzählt die Moderatorin, dass wann immer man sich nicht sicher sei, ob man etwas schaffen könne, man sich einfach sagen solle, dass man das schon schaffen kann. Diese Aussage spielt vor allem auf das diesjährige Motto des Wettbewerbs an, welches „Schaffst du!“ lautet.

Die nächsten drei Stunden sind zum gleichen Teil gefüllt mit Nervosität und Aufregung. Insgesamt kommen drei Jurys an meinen Stand und hören mir aufmerksam zu, während ich mein Projekt präsentiere. Immer wieder notieren sie sich etwas auf ihren Klemmbrettern und nachher stellen sie mir Fragen, bevor sie mir ein kurzes Feedback geben. Zudem nennen sie mir noch viele Ideen für weitere Projekte zu diesem Thema und ich freue mich über das Interesse, dass sie an meiner Forschungsarbeit haben.

Nach einer kurzen Mittagspause, in der die Erleichterung, diese Bewertungsphase hinter sich zu haben, regelrecht spürbar ist, präsentiere ich dann noch für mehrere Stunden den regulären Besuchern mein Projekt. Von mehreren Schulleitern, bis zu Personen, die persönliche Erfahrungen mit der Überdüngung haben, trifft man hier jeden und es freut mich solch ein, doch sehr ernstes Thema, vielen näherbringen zu können. Auch Herr Ledwinka kommt vorbei, um sich den Wettbewerb und die vielen verschiedenen Forschungsprojekte anzusehen, und ich unterhalte mich kurz mit ihm, bevor dann um 15:30 Uhr Zeit für den Abschluss des Wettbewerbstages, die Siegerehrung ist.

Nach 6 Stunden ununterbrochenem Präsentieren, ist man doch sehr froh, nun endlich die Ergebnisse zu hören und die Stimme schonen zu können. Direkt im Anschluss an die nervenaufreibende Vergabe der Teilnehmerurkunden, steht schon bald fest, wer einen Preis gewonnen hat, auch wenn noch nicht klar ist welchen, und ich stelle überrascht fest, dass ich wohl unter diesen Glücklichen sein muss.

Kurz darauf ist es dann soweit und ich werde nach vorne gerufen, um einen Sonderpreis entgegenzunehmen. Es handelt sich um ein Jahresabonnement der Zeitschrift „natur“ und ich nehme dies freudig entgegen. Nach einem schnellen Foto sitze ich dann wieder auf meinem Platz und die Siegerehrung geht weiter. Eine andere Jungforscherin fragt mich neugierig, was das jetzt genau für eine Zeitschrift sei und wir kommen darüber ins Gespräch und reden kurz weiter, bevor die restlichen Sonderpreise vergeben werden. Ich werde noch einmal nach vorne gerufen, um den „Sertürner-Preis“, benannt nach Friedrich Sertürner, dem Erfinder des Morphins, der Stadt Paderborn von Martin Pantke, dem stellvertretenden Bürgermeister, in Empfang zu nehmen und dann ist es auch schon Zeit für die Hauptpreise, den Platzierungen der Fachjury der jeweiligen Fachgebiete. Diese legen fest, wer in die nächste Runde des Wettbewerbs kommt und werden in die beiden Altersgruppen „Schüler Experimentieren“ und „Jugend Forscht“ unterteilt. Ich befinde mich in der Ersten und erhalte den 2.Platz in der Biologie. Dieser reicht nicht aus, um weiterzukommen, doch ich bin nicht enttäuscht, denn das Projekt, welches den ersten Platz bekommen hat, war sehr gut und ich habe schon zwei Sonderpreise erhalten, was mehr ist, als ich mir jemals erhofft hätte. Zudem sind die Preise für mich zweitrangig, da der Wettbewerbstag an sich für mich das größte Highlight war. Es ist einfach eine atemberaubende Erfahrung, so viele junge, wissenschaftlich-interessierte Menschen kennenzulernen und sich austauschen zu können. Selbst nach drei Wettbewerbsteilnahmen fasziniert mich dies jedes Mal aufs Neue.

Genau deswegen, freue ich mich jetzt schon auf den Wettbewerb im nächsten Jahr und plane derzeit schon mein nächstjähriges Forschungsprojekt.

 

 

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