MINT-EC-Camp 2020 in Heilbronn: Vom Schüler zum Biologielaboranten

In der letzten Schulwoche vor den Herbstferien begab ich mich 5 Tage lang nach Heilbronn, welches im Norden Baden-Württembergs liegt. Dort nahm ich zusammen mit 11 weiteren Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland am MINT-EC-Camp „Molekularbiologie“ teil. Bereits der Name dieses Camps verrät, dass es hierbei darum ging, uns Schüler mit den gängigen Experimenten in der Molekularbiologie vertraut zu machen.

Am ersten Tag des Camps wurden wir in der sogenannten „Experimenta“ begrüßt. Die „Experimenta“ ist ein riesiges Science Center, in dem viele Wissenschaftler und Professoren arbeiten und forschen. 

Die nächsten Tage verbrachten wir hauptsächlich im Chemie-Labor der „Experimenta“ und führten dort diverse Workshops zum Thema „Molekularbiologie“ durch. In den Workshops lernten wir die spezifischen Eigenschaften von DNA und Proteinen kennen und wie man sie beispielsweise isoliert oder vervielfältigt. Als Biologie-Leistungskurs-Schülerin waren mir die Verfahren „PCR“, „Agarosegelektrophorese“ oder „Restriktionsverdau“ bereits aus dem Unterricht bekannt, zumindest in der Theorie. In diesem Camp konnte ich dann mein Wissen aus der Schule anwenden und mithilfe der Anweisungen der beaufsichtigenden Biologen eine Klonierung einer bestimmten Region aus dem Bakteriophagen Lambda in den Plasmidvektor pUC18 durchführen.

Dies hört sich zunächst sehr kompliziert an, jedoch erhielten wir zu Beginn des Camps ein Manuskript, welches die einzelnen Arbeitsschritte erläuterte. Das Manuskript wurde von Dr. Thomas Wendt, dem Leiter der „Experimenta“ verfasst,und war unser Begleitmaterial des Workshops.

Aufgrund der COVID-19-Situation mussten wir die Hygiene- und Schutzmaßnahmen beachten, sodass jeder einen eigenen Arbeitsplatz und seine eigene Arbeitsprobe im Labor erhielt. Dies hat uns jedoch nicht davon abgehalten, produktiv zu arbeiten und viele Geräte und Methoden der Molekularbiologie nachvollziehen und praktisch umsetzen zu können. Wir arbeiteten zudem mit E.coli - Bakterien, weshalb wir Schutzkleidung tragen mussten. Mit dem Kittel und den Handschuhen haben wir uns sehr stark mit dem Beruf des Biologen identifizieren können.

Da sich das MINT-EC-Camp an Biologie-Interessierte richtete, fühlte ich mich in der Schülergruppe sehr wohl. In den abendlichen Gesprächsrunden konnten wir uns näher kennenlernen und so entstanden schnell Freundschaften zwischen uns. Vor allem die Teilnahme an einem Kletterkurs in der Kletterarena Heilbronn stärkte den Zusammenhalt in unserer Gruppe. Das MINT-EC-Camp bestand somit nicht nur aus reiner Laborarbeit, sondern bot uns Schülern die Möglichkeit, Kontakte zu anderen MINT-interessierten Schülerinnen und Schülern zu knüpfen.

Dass ich an diesem MINT-EC-Camp teilnehmen konnte, war nur möglich, da unsere Schule seit dem Jahre 2017 Mitglied des MINT-EC-Netzwerkes ist. Als MINT-EC-Schule fördert das Gymnasium Antonianum Schülerinnen und Schüler, dessen Interessen im Bereich Mathe, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik liegen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich für dieses Camp ausgewählt worden bin und somit wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, womit ich nicht nur den Erwerb neuer fachlicher Kompetenzen meine, sondern auch eine Bereicherung bezüglich meiner Berufsfindungsphase. Durch das Camp konnte ich in den Alltag eines Biologen mit dem Schwerpunkt auf die Molekularbiologie hineinschnuppern.

An dieser Stelle appelliere ich vor allem an die MINT-interessierten Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Antonianum: Nutzt die Möglichkeit, durch die Teilnahme an solchen MINT-Aktivitäten euer eigenes Potenzial zu fördern! Ich würde es jederzeit wieder tun.

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