Erasmus+: Franziska Westerman und Tim Meyer berichten von ihren Auslandserfahrungen

Im Folgenden sind einige Beispiele für die von einzelnen Schülerinnen und Schülern, Lerngruppen sowie Kolleginnen und Kollegen durchgeführten Mobilitäten mit und an Partnerschulen aufgeführt.
(Bei den Planungen für zukünftige Aktionen im Rahmen von Erasmus+ werden dann die Schülerinnen und Schüler des Antonianum im Fokus stehen und mit ihren Ideen für Zusammenarbeit auf europäischer Ebene eigene Projekte durchführen.)
Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport. Seine Mittelausstattung betrug im Zeitraum von 2014 bis 2020 insgesamt 14,7 Milliarden Euro.
Im Zentrum dieses EU-Programms steht die Förderung der Mobilität zu Lernzwecken und der transnationalen Zusammenarbeit. Wichtig ist der Austausch bewährter Praxis im Bildungs- und Jugendbereich.
Die Ziele des Programms werden mit Hilfe der folgenden Leitaktionen verfolgt:
Vom 6. Januar bis zum 16. April hatte ich einen Auslandsaufenthalt mit Erasmus+ in Dänemark. Während eine Zeit dort habe ich an vielen Fahrten und Projekten teilgenommen und mich zusätzlich als Person weiterentwickeln können. Ich habe viel über die dänische Kultur und Denkweise gelernt und viele verschiedene Menschen kennengelernt, von denen ich herzlich aufgenommen wurde.
In Dänemark sind viele Aspekte anders als in Deutschland. Beispielsweise das System einer „Efterskole“, wie ich es jetzt erleben durfte.
Eine „Efterskole“ ist eine Schule, welche man im Jahrgang 9 und/oder 10 besuchen kann (in Deutschland Jahrgang 10 oder 11, da man in Dänemark bei Klasse 0 anfängt zu zählen). Gegebenenfalls macht man dort dann auch seinen ersten Abschluss (so wie bei uns in Deutschland die mittlere Reife). Diese Schulen gibt es mit verschiedenen Schwerpunkten und die Øse Efterskole hat einen kreativen Schwerpunkt. Man hatte die Möglichkeit zwischen Kunst, Musik, Theater und Animation & IT zu wählen, ich habe Kunst gewählt. In meiner Zeit dort haben wir an vielen verschiedenen Projekten und mit verschiedenen Materialien gearbeitet wie beispielsweise Glas oder Keramik. Außerdem war ich in einer speziellen Klasse die sich 10i (10-Innovation) nennt und die es so nur in Øse so gibt. Dieser Unterricht wurde über die Zeit von verschiedenen Lehrern unterrichtet, man lernt in diesem Rahmen zu verschiedenen Themen innovatives und kreatives Denken, Probleme zu lösen und auf komplexe Themen bezogenes Wissen zu erlernen.
Nachdem meine beiden Cousinen ein Auslandsjahr in den USA gemacht hatten und sehr begeistert davon waren, war für mich klar, dass ich auch einen längeren Auslandsaufenthalt während meiner Schulzeit absolvieren möchte. Dadurch habe ich mich gemeinsam mit meiner Familie immer intensiver mit dem Thema beschäftigt, und wir sind durch die Lehrer unserer Schule auf das Förderprogramm Erasmus+ aufmerksam geworden. Da dieses Förderprogramm den Auslandsaufenthalt innerhalb der EU finanziert, wurde mein jahrelanger Traum wahr und ich durfte für sechs Wochen eine Schule in Lettland besuchen.
Somit begann meine Reise am 14.02.2025 und ich bin mit einer lettischen Gruppe, die zuvor an unserer Schule war, nach Riga geflogen und anschließend mit dem Bus nach Saldus gefahren. Dort wurde ich spät abends sehr freundlich von meiner Gasfamilie empfangen und willkommen geheißen. Meine Gastfamilie bestand hierbei aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater, meiner Gastschwester, drei Hunden und einer Katze.
Salzkotten/Geseke/Malmö. Schule muss heute in verstärktem Maße dazu beitragen, der jungen Generation einen europäischen Kulturraum nahezubringen, um ein handlungsfähiges Europa der Zukunft gestalten zu können. Am Antonianum werden dazu vielfältige Beiträge geleistet.
Aus diesem Grund hatten zwei Lehrkräfte des Gymnasiums Antonianum in Geseke die Gelegenheit, das schwedische Bildungssystem aus erster Hand zu erleben. Im Rahmen eines Jobshadowings an der Bergaskolan in Malmö hospitierten sie in verschiedenen Jahrgangsstufen und Fächern, um neue didaktische und pädagogische Konzepte kennenzulernen und für die Schulentwicklung am Antonianum zu nutzen. Jutta Ackermann-Adler, die didaktische Leitung des Gymnasiums, sowie ihre Kollegin Claudia Steinmeyer, Fachleiterin der Bezirksregierung Arnsberg, tauschten sich intensiv mit der Schulleitung und den Lehrkräften der Bergaskolan aus, um sich über Schulentwicklung, Unterrichtsmethoden und fachliche Inhalte zu informieren.
Während ihres Aufenthalts begleiteten die beiden Lehrerinnen den Unterricht in sämtlichen Jahrgangsstufen und Fächern. Besonders im Fokus stand dabei der europäische Bildungsaspekt, der in Zukunft verstärkt in den Wahlpflichtbereich II der Jahrgangsstufen 9 und 10 am Antonianum einfließen soll. Neben der Hospitation in den Klassen fanden intensive Gespräche mit der Schulleitung und den Lehrkräften der Bergaskolan statt, um sich über Schulentwicklung, Unterrichtsmethoden und fachliche Inhalte auszutauschen.
Unser Austausch im Rahmen von Erasmus+ mit der polnischen Partnerschule begann sehr früh an einem Sonntagmorgen im April. Mit dem Bus machten wir uns auf den Weg nach Łódź. Am Sonntagabend gegen 21 Uhr erreichten wir voller Vorfreude unsere Partnerschule in Polen. Unsere Gastfamilien empfingen uns herzlich und wir lernten das zu Hause unsere Gastschüler*innen kennen, das für die nächsten drei Nächte auch unser Zuhause sein sollte. Dort wurden wir liebevoll bewirtet und lernten die polnische Gastfreundschaft kennen, indem wir gemeinsam mit unseren Gastgebern zu Abend aßen.