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Begabungsförderung

 

„Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und  sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung.“

(Schulgesetz NRW - §1 Recht auf Bildung, Erziehung und individuelle Förderung) 

 

Bild Begabungsförderung

Individuelle Förderung – Stärken ausbauen, Schwächen reduzieren

Individuelle Förderung bedeutet, die individuellen Potentiale, Interessen und Begabungen aller Lernenden auszuschöpfen sowie sie bei der Aufarbeitung potentieller Schwächen zu unterstützen, um auf diese Weise den Lern- und Bildungserfolg aller Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. 

Begabungsförderung am Gymnasium Antonianum

Dieser sozial-anthropologische Ansatz Johann Gottfried Herders und Wilhelm Humboldts bildet die zentrale Grundlage der Begabungsförderung am Gymnasium Antonianum. Einerseits ist es uns ein Anliegen, die bereits vorhandenen Interessen, Neigungen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen und zu fördern – um fachliche Expertise auszubauen, aber auch um die Motivation und Leistungsfreude der Heranwachsenden zu erhalten und weiter zu steigern. Andererseits möchten wir die Lernenden auch in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz unterstützen und ihnen weitergehende Lern- und Erfahrungsräume in- und außerhalb der Schule eröffnen.     

Die Auswahl der Lernenden für die unterschiedlichen Fördermaßnahmen erfolgt dabei beispielsweise anhand von Beobachtungen im Unterricht, wobei Aspekte wie Motivation, kognitive Leistungsfähigkeit und die Art der Kommunikation mit Anderen in den Blick genommen werden. Darüber hinaus werden aber auch Selbsteinschätzungen der Schülerinnen und Schüler, Hinweise durch die Erziehungsberechtigten oder Grundschullehrkräfte etc. berücksichtigt, sowieberücksichtigt sowie in Einzelfällen auch Intelligenztests. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler findet immer in enger Rücksprache mit dem Lernenden, den Erziehungsberechtigten sowie den Klassen- und Fachlehrkräften statt.

Zentrale Aspekte der Begabungsförderung 

Die Begabungsförderung lässt sich in fünf ineinandergreifende Bereiche unterteilen, die eine ganzheitliche Förderung der individuellen Potentiale der Lernenden ermöglichen sollen. Wesentliche Bausteine der Begabungsförderung am Gymnasium Antonianum sind dabei die Maßnahmen der Binnendifferenzierung, des Enrichments (also Anreicherung des Lernangebots durch weiterführende, vertiefende Aufgaben), der Akzeleration (also Beschleunigung, indem komplexere Aufgabenangebote gemacht werden), sowie der individuellen Beratung und der Schaffung unterstützender Rahmenbedingungen auf allen Ebenen.  

 

Maßnahmen der inneren Differenzierung 

Zahlreiche individuelle Fördermaßnahmen werden bereits in das didaktische Arrangement des Regelunterrichts integriert wie bspw. die begabungsabhängige Bearbeitung verschiedener Aufgaben, das Angebot von Zusatzmaterialien oder die Übernahme weiterführender bzw. vertiefender Lernaktivitäten (z.B. Referate und Präsentationen). 

  • Binnendifferenzierung
  • Ergänzungsstunden in Jahrgangsstufe 5
  • Projektarbeit
  • fächerübergreifendes Lernen
  • Selbstlernzentrum

 

Maßnahmen der äußeren Differenzierung 

Darüber hinaus gibt es außerdem noch eine ganze Reihe weiterführender Angebote am Gymnasium Antonianum, um die individuellen Interessen und Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler vertiefend zu fördern.  

  • Arbeitsgemeinschaften
  • Teilnahme an Wettbewerben
  • Differenzierungskurse (Jgst. 9/10)
  • Austauschprogramme
  • Forscherkurs für ausgewählte Schülerinnen und Schüler
  • Sprachzertifikate
  • Projektkurse
  • Drehtürmodell (individuell; nach eingehender Beratung)
  • besondere Lernleistung
  • außerschulische Fördermöglichkeiten und Kooperationspartner
  • Schnupper- bzw. Schülerstudium 

 

Beratung

Am Gymnasium Antonianum fördern wir eine Atmosphäre der Wertschätzung, damit sich die Lernenden mit ihren individuellen Potentialen und Defiziten angenommen fühlen. Deshalb stehen gegenseitiger Respekt und Zusammenarbeit (Lernende – Klassen- und Fachlehrkräfte – Schulleitungsteam – Erziehungsberechtigte – Schulsozialarbeit/Beratungslehrkräfte) an oberster Stelle. Individuelle Absprachen und Kooperationen ermöglichen es, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler einzugehen und diese weiterführend zu unterstützen. Unser zentrales Anliegen ist, jeden Lernenden dabei individuell in den Blick zu nehmen. 

Ansprechpartnerinnen im Bereich Begabungsförderung sind Frau Winzenick für den Aufgabenbereich MINT, Frau Jänsch für die Gesellschaftswissenschaften, Frau Jütte für den Bereich Sprachen und Frau Rüther für den musisch-künstlerischen Bereich sowie für die Vermittlung von Stipendien. Ansprechpersonen für den Forscherkurs sind v.a. Herr Mahrt und Frau Rüther. Neben Angeboten der Schulsozialarbeit bzw. der Beratungslehrkräfte steht auch das StuBo-Team bei allen Fragen der Studien- und Berufsorientierung unterstützend zur Seite. 

 

Ansprechpartner

Sprachen, Gesellschaftswissenschaften und Kunst
Frau Jänsch
Frau Jütte
Frau Dr. Rüther 

 

Weiterführende Links

Überblick weiterer Informationsmöglichkeiten

Broschüre Begabungsförderung des Bildugsministeriums für Bildung und Forschung

Von Todeszonen im Meer bis zur Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen – im ersten Forscherkurs ging es thematisch sehr bunt zu  

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Forscherkurs: 
Seit Anfang des Schuljahres 2025/2026 gibt es am Antonianum einen Forderkurs für ausgewählte Schülerinnen und Schüler. Das Ziel dieses Forscherkurses ist es, selbstständig und mithilfe von wissenschaftlichen Methoden zu einem selbst gewählten Thema zu arbeiten. Am Anfang haben wir uns dafür mit unseren Lehrern Herrn Mahrt und Frau Rüther angeschaut, wie man z.B. einen Text zusammenfasst oder eine Mind-Map zu unseren Interessen bearbeitet, um besser eine Forschungsfrage stellen zu können. Danach haben wir ein Thema gewählt und eine Forschungsfrage dazu aufgestellt. Als wir dies abgeschlossen hatten, haben wir mit dem Forschen angefangen. Einige haben ein Jahr an ihrem Projekt gearbeitet und Andere kamen zum Halbjahr dazu. 
 
Projekte: 
Es gab sehr viele Themen aus verschiedenen Bereichen: z.B. haben Einige erforscht, wie man eine gute Geschichte verfasst und dann selbst eine geschrieben, Andere haben etwas zu der Entwicklung der Olympischen Spiele oder zu den Folgen der Meeresverschmutzung für Schildkröten erforscht. Wieder andere beschäftigten sich mit Menschenversuchen in Auschwitz oder untersuchten, ob Künstliche Intelligenz eher ein Fluch oder ein Segen für Jugendliche ist. Die Forschungsergebnisse wurden dann auf unterschiedliche Arten präsentiert, z.B. mit einem Vortrag mit Power Point, mit einem selbstgestalteten Buch oder einem kreativen Video. 

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