In der letzten Schulwoche vor den Herbstferien begab ich mich 5 Tage lang nach Heilbronn, welches im Norden Baden-Württembergs liegt. Dort nahm ich zusammen mit 11 weiteren Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland am MINT-EC-Camp „Molekularbiologie“ teil. Bereits der Name dieses Camps verrät, dass es hierbei darum ging, uns Schüler mit den gängigen Experimenten in der Molekularbiologie vertraut zu machen.
Am ersten Tag des Camps wurden wir in der sogenannten „Experimenta“ begrüßt. Die „Experimenta“ ist ein riesiges Science Center, in dem viele Wissenschaftler und Professoren arbeiten und forschen.
Die nächsten Tage verbrachten wir hauptsächlich im Chemie-Labor der „Experimenta“ und führten dort diverse Workshops zum Thema „Molekularbiologie“ durch. In den Workshops lernten wir die spezifischen Eigenschaften von DNA und Proteinen kennen und wie man sie beispielsweise isoliert oder vervielfältigt. Als Biologie-Leistungskurs-Schülerin waren mir die Verfahren „PCR“, „Agarosegelektrophorese“ oder „Restriktionsverdau“ bereits aus dem Unterricht bekannt, zumindest in der Theorie. In diesem Camp konnte ich dann mein Wissen aus der Schule anwenden und mithilfe der Anweisungen der beaufsichtigenden Biologen eine Klonierung einer bestimmten Region aus dem Bakteriophagen Lambda in den Plasmidvektor pUC18 durchführen.
Ein MINT-Thema im Team spannend und unterhaltsam in Form eines englischsprachigen Videos darzustellen, darum geht es im MINT-EC SchoolSlam mit British Council. Mitglieder der Videochemie-AG des Antonianum haben zum zweiten Mal am Wettbewerb teilgenommen. Den dritten Platz belegten sie mit ihrem Beitrag „New generation of farming? - Vertical Farming”. Das Video von Julius Stümmler, Celine Stümmler, Ebrar Dogan und Katharina Prior (Jgst. Q2) behandelt einen neuen Prototypen des vertikalen Gemüseanbaus, der die Weltbevölkerung auf ressourcensparende und klimafreundliche Weise ernähren könnte. Wie genau kam es zu der Idee, genau dieses Thema zu wählen? „Uns war es wichtig, dass wir uns mit einem zukunftsrelevanten Thema befassen und über etwas informieren, was noch nicht jedem präsent ist. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns dazu, über Vertical Farming zu berichten, weil diese alternative Form von Landwirtschaft in Zukunft viele Möglichkeiten und Vorteile bieten könnte“, so Katharina Prior aus der Jgst. Q2. Das Video befindet sich auf dem schuleigenen MINT-Youtube-Kanal und kann dort angesehen werden: Entstanden ist das Video während der AG-Zeit und in vielen zusätzlichen Stunden im MINT-Labor des Antonianum.
Das Digi-Lotsen-Team ist bereit: Drei Schüler und drei Lehrer. Zur Gruppe gehört unter anderem der 14-jährige Daniel Fratczak. Daniel ist einer der sogenannten Digi-Lotsen am Gymnasium Antonianum in Geseke, das jetzt mit 10 000 Euro des Stifterverbandes gefördert wird und damit zu den zwölf bundesweit bedachten Schulen gehört. „Wir freuen uns darüber, dass nicht nur den Lehrern und der Schulleitung, sondern auch den Schülern selbst die Chance gegeben wird die Schule aktiv mitzugestalten“ resümiert Daniel nach dem Gewinn des Förder-Wettbewerbs.
Die Klasse 9d hat im Rahmen des Biologieunterrichts sehr erfolgreich am Wettbewerb „The BIG BURN Challenge“ teilgenommen. Diesen hatten die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und die Krankenkasse BARMER beim Hautkrebspräventions-Projekt „The BIG BURN Theory“ ausgelobt. Mit dem erworbenen Wissen über UV-Strahlung und Sonnenschutz konnte die Klasse 9d bei einer Online-Challenge mit 10.144 Punkten den dritten Platz erreichen. Bei der Preisübergabe freuten sich die Schülerinnen und Schüler über eine Urkunde, Sonnenbrillen von Apollo, Pflegeprodukte von dm sowie Gymbags von der BARMER. Schulleiter Ulrich Ledwinka beglückwünschte die Preisträgerinnen und Preisträger lobte das Engagement der Klasse für gesunde Haut und weniger Hautkrebs.
Am Samstag haben Ellen Dröge, Janine Görlitz und Lennart Klüner (alle 8c) ihre Jugend-Forscht-Projekte im Heinz-Nixdorf-Forum vorgestellt. Beide Gruppen konnten mit ihrer gründlichen Vorgehensweise und ausführlichen Versuchsreihen die Jury überzeugen. Janine und Ellen untersuchten, wie man ein fünffaches Kugelstoßpendel am besten dämpfen kann. Mit verschiedenen Materialen für Kugeln und Hüllen um diese Kugeln maßen sie Schwingungsdauern.
Seit dem letzten Schuljahr ist die Videochemie AG am Antonianum aktiv. Die AG-Teilnehmer führen eigene Experimente durch und halten die Ergebnisse in Form von kleinen Videos fest. Darüber hinaus untersuchen sie chemische Vorgänge in extremer Zeitlupe oder in Zeitraffer und versuchen, ihr Erkenntnisse in erklärenden Videos zu vermitteln.
Die AG ist für Schülerinnen und Schüler ab dem 2. Halbjahr der Klasse 8 geöffnet und richtet sich an Schüler mit naturwissenschaftlichem Interesse und Experimentierfreudigkeit sowie Interesse an Videoplanung, -durchführung und -bearbeitung.
Am Samstag, dem 16.2.2019, findet im Heinz-Nixdorf-Forum der diesjährige Regionalwettbewerb Jugend Forscht statt. Die erfahrenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dieses Jahr wieder mit zwei neuen Projekten am Start: Janine Görlitz und Ellen Dröge (beide 8c) treten in der Sparte Physik an. Sie untersuchten ein fünffaches Kugelpendel, bei dem die Kugeln gegeneinander stießen. In der Sparte Biologie tritt Lennart Klüner (8c) an, der sein Projekt über Pflanzenwachstum aus dem letzten Jahr mit neuen Methoden fortsetzte.
Tolle Ergebnisse aus Naturwissenschaft und Technik
Um die Schülerinnen und Schüler untereiander ins Gespräch zu bringen, um Ideen auszutauschen bzw. um die Jüngeren in die Fußstapfen der Größeren treten zu lassen, veranstaltete das Antonianum im Juli einen schuleigenen MINT-Tag in Form einer Messe mit 20 Aktionsständen. Das Siegerfahrzeug des Wettbewerbs „Sumoringen für Modellautos“, das dem Antonianum am Freitag eine exklusive Pausenhof-Party mit Jonas Monar und Blockrudel beschert hatte, war ebenfalls zu bestaunen.
Einen weitere ansehnliche Finanzspritze für die MINT-Abteilung konnte sich Schulleiter Ulrich Ledwinka im Rahmen einer Feierstunde von der Arconic-Foundation in Bestwig abholen. Arconic, weltweit führender Anbieter fortgeschrittener Fertigungstechnik, feierte eine Werkserweiterung für Titan Feingussbauteile für die Luft- und Raumfahrt in Bestwig. Hierzu waren auch kooperierende Schulen eingeladen, die in diesem Rahmen für ihre herausragenden MINT-Konzepte ausgezeichnet wurden. Die Nachwuchsförderung ist dem Sauerländer Unternehmen ein wichtiges Anliegen, dem sie durch Projektförderungen nachkommt. Bereits im vergangenen Jahr konnte das Antonianum mit dem Konzept eines MINT-Labors überzeugen.
Das Antonianum wurde am 30.10.2018 zum dritten Mal für seinen MINT-Schwerpunktsetzung im Rahmen einer Festveranstaltung im Rathaus Dortmund als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Die Ehrung der Schulen in NRW steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Die erneute Auszeichnung bestätigt die kontinuierlichen und nachhaltigen Aktivitäten im MINT-Bereich des Antonianum seit der ersten Auszeichnung im Jahr 2012.
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